Vision & Selbstverständnis

Minonexus Vision – Architektur, Daten und Technologie

Ausgangslage

Wer heute ein Haus bauen will, steht vor einem fragmentierten Prozess. Grundstücksdaten, Bebauungsvorgaben, Umweltinformationen und Herstellerangebote liegen verstreut vor – in unterschiedlichen Formaten, bei unterschiedlichen Stellen, mit unterschiedlichem Detailgrad. Bevor ein Bauherr eine fundierte Entscheidung treffen kann, muss er Informationen zusammentragen, die eigentlich zusammengehören.

Auf der anderen Seite stehen Hersteller und Architekten, die in frühen Projektphasen mit unvollständigen Anforderungen arbeiten. Machbarkeit wird spät geprüft, Entwürfe entstehen ohne Bezug zu konkreten Grundstücksdaten, und der Weg vom ersten Interesse bis zur qualifizierten Anfrage ist lang und aufwändig.

Dieses Problem ist nicht neu und nicht trendgetrieben. Es ist strukturell.

Was Minonexus baut

Minonexus entwickelt ein digitales Vorentwurfs- und Qualifizierungssystem. Konkret bedeutet das: Bauherren können auf Basis ihres Grundstücks, ihrer Anforderungen und der geltenden Bebauungsvorgaben automatisiert Gebäudeentwürfe generieren lassen – und erhalten dabei eine belastbare Einschätzung der Machbarkeit.

Die Plattform bringt dafür drei Ebenen zusammen:

  • Geodaten und Regulatorik – Bebauungspläne, Flurstücke, Umweltdaten, Höhenmodelle und wasserwirtschaftliche Informationen werden automatisiert für den jeweiligen Standort aufbereitet.
  • KI-gestützte Entwurfsgeneration – Reinforcement Learning erzeugt Gebäudekonfigurationen, die auf realen Grundstücksdaten und individuellen Raumanforderungen basieren.
  • Architektonische Einordnung – Fachliche Kompetenz ist in den Prozess integriert: von der Bewertung der Entwürfe bis zur Erstberatung durch Architekten auf der Plattform.

Minonexus ist dabei herstellerneutral. Die Plattform empfiehlt keine bestimmten Anbieter, sondern strukturiert den Entscheidungsprozess so, dass Bauherren auf Basis vollständiger Informationen selbst entscheiden können.

Was das für Bauherren bedeutet

Bauherren erhalten Zugang zu Informationen und Werkzeugen, die bisher nur Fachleuten zur Verfügung standen. Sie können prüfen, was auf ihrem Grundstück möglich ist, bevor sie sich an Hersteller oder Architekten wenden. Das Ergebnis: Wer eine Anfrage stellt, kommt mit konkretem Grundstück, definiertem Raumprogramm und geprüfter Machbarkeit.

Was das für Partner bedeutet

Für Hersteller und Architekten ändert sich die Qualität der eingehenden Anfragen. Statt unqualifizierter Erstkontakte erhalten sie Anfragen von Bauherren, bei denen Grundstück, Anforderungen und Machbarkeit bereits geklärt sind. Das verkürzt Vertriebszyklen, reduziert Machbarkeitsrisiken und senkt den Aufwand in der Frühphase.

Minonexus finanziert sich über Partnerschaften mit Herstellern – nicht über direkte Gebühren an Bauherren. Der Wert entsteht durch die Qualifizierung, nicht durch Vermittlungsprovision.

Wie die Plattform mit der Nutzung wächst

Bei jeder Nutzung entstehen Daten: Grundstücksinformationen, Nutzerpräferenzen, Entwurfsvarianten und Machbarkeitsergebnisse. Diese Daten verbessern über die Zeit die Qualität der Entwürfe, die Genauigkeit der Machbarkeitseinschätzungen und die Relevanz der Beratung.

DatentypBeispiel
GrundstücksdatenLage, Bebauungsplan, Topografie
NutzerpräferenzenRaumanzahl, Budget, Gestaltungswünsche
EntwurfsvariantenGenerierte Gebäudekonfigurationen
MachbarkeitsdatenBebaubarkeit, Umweltrisiken, Regulatorik

Je mehr Entwürfe auf der Plattform entstehen, desto besser werden die zugrunde liegenden Modelle – und desto nützlicher wird die Plattform für alle Beteiligten. Dieser Zusammenhang ist kein Marketingversprechen, sondern eine Eigenschaft datengetriebener Systeme.

Einordnung

Minonexus ersetzt weder Architekten noch Hersteller. Die Plattform übernimmt den Teil des Prozesses, der heute manuell, fragmentiert und ineffizient abläuft: die Frühphase zwischen erstem Interesse und qualifizierter Entscheidung.

Langfristig entsteht dabei eine Daten- und Infrastrukturschicht für den Wohnungsbau – herstellerübergreifend, nutzerzentriert und auf architektonischer Fachkompetenz aufgebaut.